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Neue Sachbezugswerte ab 2017

Nach der neuen Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung werden auch nächstes Jahr die amtlichen Sachbezugswerte entsprechend der Entwicklung der Verbraucherpreise angehoben. Änderungen gibt es in 2017 jedoch nur bei den Sachbezügen für freie Verpflegung. Jegliches Arbeitsentgelt, das nicht in Form von Geld ausgezahlt wird, gehört zu den Sachbezügen. Gemeint sind damit aber nicht nur Waren, sondern auch die Gewährung von Kost und Logis. Die folgenden Tabellen geben die dafür maßgeblichen Sachbezugswerte für 2017 wieder. Diese müssen sowohl im Steuerrecht für die Lohnsteuer also auch sozialversicherungsrechtlich bei der Ermittlung der Sozialversicherungsbeiträge beachtet werden.

 

Sachbezugswerte für freie Verpflegung 2017
Personenkreis Frühstück Mittagessen Abendessen Summe
EUR EUR EUR EUR
volljährige Arbeitnehmer mtl. 51,00 95,00 95,00 241,00
ktgl. 1,70 3,17 3,17 8,03
Jugendliche und Auszubildende mtl. 51,00 95,00 95,00 241,00
ktgl. 1,70 3,17 3,17 8,03
volljährige
Familien-angehörige mtl. 51,00 95,00 95,00 241,00
ktgl. 1,70 3,17 3,17 8,03
Familienangehörige unter 18 mtl. 40,80 76,00 76,00 192,80
ktgl. 1,36 2,53 2,53 6,43
Familienangehörige unter14 mtl. 20,40 38,00 38,00 96,40
ktgl. 0,68 1,27 1,27 3,21
Familienangehörige unter 7 mtl. 15,30 28,50 28,50 72,30
ktgl. 0,51 0,95 0,95 2,41

 

Sollen die Sachbezugswerte für einen Teil-Entgeltsabrechnungszeitraum ermittelt werden, müssen die jeweiligen Tagesbeträge mit der Anzahl der Kalendertage multipliziert werden. Im Übrigen sind die Werte für Familienangehörige anzusetzen, wenn die Verpflegung nicht nur dem Beschäftigten, sondern auch seinen nicht bei demselben Arbeitgeber beschäftigten Angehörigen gewährt wird. Sind Ehegatten bei demselben Arbeitgeber beschäftigt, sind die Werte für die Verpflegung der Kinder bei jedem Ehegatten zur Hälfte anzusetzen.

 

Sachbezugswerte für freie Unterkunft 2017
Sachverhalt Unterkunft
allgemein Aufnahme im Arbeitgeberhaushalt/
Gemeinschafts-unterkunft
Unterkunft belegt mit EUR EUR
Volljährige Arbeitnehmer    
1 Beschäftigten mtl. 223,00 189,55
ktgl. 7,43 6,32
2 Beschäftigten mtl. 133,80 100,35
ktgl. 4,46 3,35
3 Beschäftigten mtl. 111,50 78,05
ktgl 3,72 2,60
mehr als 3
Beschäftigten mtl. 89,20 55,75
ktgl. 2,97 1,86
Jugendliche und Auszubildende    
1 Beschäftigten mtl. 189,55 156,10
ktgl. 6,32 5,20
2 Beschäftigten mtl. 100,35 66,90
ktgl. 3,35 2,23
3 Beschäftigten mtl. 78,05 44,60
ktgl. 2,60 1,49
mehr als 3
Beschäftigten mtl. 55,75 22,30
ktgl. 1,86 0,74


 

Eine Aufnahme in den Arbeitgeberhaushalt ist immer dann gegeben, wenn der Arbeitnehmer sowohl in die Wohnungs- als auch in die Verpflegungsgemeinschaft des Arbeitgebers aufgenommen wird. Wird dem Arbeitnehmer ausschließlich eine Unterkunft zur Verfügung gestellt, ist der ungekürzte Unterkunftswert anzusetzen. Gemeinschaftsunterkünfte sind z.B. Lehrlings- oder Schwesternwohnheime. Charakteristisch dafür sind Wasch- und Duschräume oder Toiletten, die gemeinschaftlich genutzt werden.

Für die Zurverfügungstellung einer freien Wohnung gibt es keinen amtlichen Sachbezugswert. Unter Wohnung versteht man eine geschlossene Einheit von Räumen mit Wasserversorgung, Kochgelegenheit und WC, während bei Mitbenutzung von Bad, Toilette und Küche lediglich eine Unterkunft vorliegt. Dasselbe gilt, wenn mehreren Arbeitnehmern eine Wohnung zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Wird vom Arbeitgeber eine Wohnung überlassen, muss als Sachbezug die ortsübliche Miete angesetzt werden. Wenn die Ermittlung des ortsüblichen Mietpreises mit außergewöhnlichen Schwierigkeiten verbunden ist, kann er mit 3,92 €/m² angesetzt werden. Bei einfacher Ausstattung (ohne Sammelheizung oder ohne Bad/Dusche) werden 3,20 €/m²  zugrunde gelegt. Auch hier hat sich im Vergleich zu 2016 keine Änderung ergeben.

 

Hinweis:

Der Gesamtsachbezugswert bei voller Verpflegung und Einzelunterbringung eines Erwachsenen beträgt damit 464 € (2016: 459 €). 

Die neuen Sachbezugswerte sind für Lohnabrechnungen ab Januar 2017 zu berücksichtigen.

Quelle: Neunte Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung vom 20. September 2016, BR-Drs. 536/16  www.bundesrat.de